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Es stimmt schon, beinahe täglich erfahren wir Neues über die richtige Ernährungsweise des modernen Menschen. Und nicht selten widerspricht die heutige Botschaft der gestrigen. Darüber kann man sich ärgern, manch einer mag gar verzweifeln, aber eigentlich ist es ein gutes Zeichen, es zeigt, daß die Wissenschaft mit großen Anstrengungen an diesem Thema arbeitet. Immer genauere Nachweismethoden bewirken überdies, daß manche Teilergebnisse, die man bis dahin nur ableiten konnte, nun exakt nachgewiesen werden können.

Aus Richtigem, Halbfalschem und Falschem wurden oft von selbsternannten "Spezialisten" und Ernährungsgurus Konzepte erstellt, die häufig nur eine geringe Lebensdauer hatten. In der Schußlinie stand auch immer mal wieder der Nutzwert von von Fischfett, also von Omega 3-Fettsäuren. Darüber scheint nun aber doch schon des längeren Einigkeit zu herrschen:im Vergleich der Omega 6-Fettsäuren aus Landnahrung mit Omega3-Fettsäuren aus Meeresnahrung haben letztere ganz klar den Sieg davongetragen. Die heutige fischarme Ernährung in den meisten Industrieländern enthält den Zellen unseres Körpers Fischöl vor und belastet sie mit zuviel Omega 6-Fettsäuren, die in Pflanzenölen, Convenience-Produkten und Fleisch vorkommen.
Betrachten wir die Omega 3-Fettsäuren etwas näher: sie gehören zu den sogenannten essentiellen Fettsäuren, das will heißen, für die Funktionen unseres Körpers sind sie unentbehrlich. Da dieser sie nicht selbst bilden kann, müssen sie ihm ständig zugeführt weden. Das geschieht im normalfall mit der Nahrung. Zu den beiden essentiellen Fettsäuren gehören die Linolsäure, die Arachidonsäure - beide Omega 6 und die alpha-Linolensäure, die Eicosapentaensäure sowie die Docosahexaensäure - Omega 3.
Diese essentiellen Fettsäuren haben unterschiedliche Aufgaben im Organismus und demzufolge bilden sich bei ungenügender Aufnahme Mangelsymptome. Man muß betonen, daß die essentiellen Fettsäuren beiderlei Art notwendig sind. Da - wie schon erwähnt - der heutigen Ernährung aber eher die Omega 3-Fettsäuren fehlen, beschäftigen wir uns hier mit diesen.

Die Omega 3-Fettsäuren spielen in zwei Ligen: sie sind Garant für Gesundheit und Lebenskraft und sie helfen bei der Behandlung von Krankheiten. Von Letzterem sprechen wir später.
Nicht wenige Ernährungswissenschaftler sind heute überzeugt davon, daß viele der chronischen Krankheiten, die in den letzten Jahren in Mitteleuropa und in den USA zugenommen haben, auf die mangelnde Versorgung mit Omega 3-Fettsäuren zurückzuführen sind. In vielen vergleichenden Studien konnte man herausarbeiten, wie der Mindest- und der Optimalbedarf aussehen:
Mindestbedarf bei 0,1 - 0,2 g pro Tag
Optimalbedarf bei 0,3 - 0,4 g pro Tag
Über diese Mengen herrscht inzwischen innerhalb der Welt der Ernährungswissenschaftler ein Konsens.

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